Architekturführer
Wohnungsbau

Wohnanlage Gymnasiumstraße am Kolpinghaus Ingolstadt. Neubau 35 Wohnungen, Modernisierung und Umbau 16 Wohnungen

Wohnanlage Gymnasiumstraße Innenhof
Außenansicht, Gymnasiumstraße 4
Wohnanlage Gymnasiumstraße Innenhof
Wohnanlage Gymnasiumstraße, Westfassade
Lageplan
Schnitt Wohnanlage Gymnasiumstraße

ADRESSE

Gymnasiumstraße 4 und 6

BAUHERR

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH

ARCHITEKT

Zwischenräume Architekten + Stadtplaner GmbH
Brigitte Henning, Roswitha Näbauer, Mechthild Siedenburg, Lurildo Meneses Silva
Mitarbeit: Martin Spiegler

BAULEITUNG

pbb GmbH, Herr Weiland

FACHPLANER

Zwischenräume Architekten mit Barbara Weihs - Landschaftsarchitekt
Büro Koch-Frey-Donabauer - Energieplanung / Haustechnik
Büro für Baustatik und Konstruktion GmbH, Herr Grad - Tragwerksplanung
Ingenieurbüro Konrad Strauß - Elektroplanung

BAUJAHR

1998-2000

FOTOS

Werner Prokschi

AUSZEICHNUNGEN

2001/02 Anerkennung Deutscher Bauherrenpreis Modernisierung
2003 Preis im Landeswettbewerb für den Wohnungsbau in Bayern Barrierefreier Wohnungsbau mit hoher Qualität
2004 Anerkennung Bayerischer Bauherrenwettbewerb Stadterneuerung Vitale Innenstadt

PROJEKTBESCHREIBUNG

Beitrag zur Aufwertung des innerstädtischen Quartiers
Das Projekt liegt in der Altstadt und umfasst 51 öffentlich geförderte Mietwohnungen im Rahmen des Sonderbauprogramms "Integriertes Wohnen" im Ersten Förderweg. Die Lage des Grundstücks ist besonders günstig für das barrierefreie Wohnen, im Ensemblebereich der Altstadt mit den wesentlichen Versorgungseinrichtungen in Fußwegentfernung, integriert in die städtische Struktur.

Generationen übergreifend
Die neue Wohnbebauung ist um eine mittige Erschließungsachse konzentriert und bildet eine Wohngruppe mit eigener Identität. An der Straße bietet sie mit ihren zwei Giebeln zusammen mit dem Punkthaus eine Abfolge, die der Altstadtstruktur mit ihrem Wechsel von trauf- und giebelständigen, teilweise auf knappen Abstand gesetzten Gebäuden verwandt ist. Insgesamt sind im Neubau 32 barrierefreie Geschoßwohnungen mit 1,5 bis 3 Zimmern für alte und junge Menschen und Familien untergebracht, zwei davon für Rollstuhlbenutzer geeignet.

Für das aus den siebziger Jahren stammende Punkthaus wurde eine städtebauliche und gestalterische Form gefunden, die eine Einbindung und Wiederbelebung in neuem Zusammenhang erlaubt hat. Die bestehenden Einzelzimmer wurden zu sechzehn 2-Zimmerwohnungen umgestaltet, ein Lift im Glasschacht wurde nachgerüstet.

Die erforderlichen Stellplätze wurden in einer gemeinsamen Tiefgarage untergebracht, deren Zufahrt unter dem Seitenflügel des Punkthauses im Bereich der früheren Garagen liegt. Die Wohnanlage ist mit Durchgängen und vielen Blickbezügen zu den umgebenden Baudenkmälern eng mit der Altstadt verwoben.