Architekturführer
Kunst und Kultur

Stadttheater Ingolstadt

Stadttheater Außenansicht
Stadttheater Außenansicht
Innenansicht
Innenansicht
Innenansicht
Außenansicht

ADRESSE

Schlosslände

BAUHERR

Stadt Ingolstadt

ARCHITEKTEN

Hardt-Waltherr Hämer und Marie-Brigitte Hämer-Büro
Mitarbeiter:
Klaus Meyer-Rogge, Norbert Walter, Hans Schubert

FACHPLANER

Münter und Bieste – Bühnentechnik
Walter Rossow und Gerda Gollwitzer, Gottfried Hansjakob – Außenanlagen
Heinrich Eichmann (Goldbilder), Hans Aeschbacher (Stele auf dem Vorplatz), Liselotte Spreng (Wandteppiche), Max Wiederkehr (Gemälde) – Kunst
Robert Haussmann (Lichtskulptur und Sitzwolken), Piter Zech (Stühle) – Innenausstattung

BAUZEIT

1961-1966

FOTOS

Stadtplanungsamt Ingolstadt

AUSZEICHNUNGEN

1961: Wettbewerb für Gastspieltheater, Bibliothek und Hallenbad, 2. Preis
1967: BDA-Preis in Bayern
2002: Aufnahme in die Denkmalliste

PROJEKTBESCHREIBUNG

Das an exponierter Lage als Solitär vor die Altstadt gesetzte Stadttheater war stilbildend für den deutschen Nachkriegstheaterbau. Das asymmetrische Gebäude auf polygonalen Grundriss beinhaltet den Festsaal und das Stadttheater, die - auch von außen in der Dachlandschaft erkenntlich - gegeneinander versetzt im Gebäude angeordnet sind. Hauptfassade, Eingang, Publikumsräume und Außenterrassen sind der Stadt und seinen Einwohnern zugewandt.

Die innere Struktur des Theaters nimmt wesentliche Kennzeichen der verwinkelten, mittelalterlichen Altstadt auf. So wird z.B. weitgehend auf rechte Winkel verzichtet, das weitläufige auf verschiedenen Ebenen organisierte Foyer spiegelt die Atmosphäre eines öffentlichen Platzes wider. Die großzügige Fensterfront inszeniert die Altstadtsilhouette als Panoramabild. Theaterraum und Festsaal sind exakt achsialsymmetrisch geformte Räume. Die polygonale Anordnung der Wände ergibt sich aus akustischen Gesetzmäßigkeiten und der Sitzanordnung des Publikums.

Konsequent wird im gesamten Gebäude der Baustoff Beton eingesetzt, sichtbar, rau, grob, geformt. Dazu kontrastieren Schallsegel, Wandverkleidungen, Parkettböden und erzeugen eine warme Grundstimmung. Festlichkeit wird durch die teilweise Veredelung der Betonflächen mit Goldbildern und eine zentrale Lichtskulptur im Foyer erzeugt.